20. August 2026

Einfach mal Meer: unsere Wellness- und Genussreise über Rügen

Wir verbinden zwei sehr unterschiedliche Seiten der Insel: die ursprüngliche Ruhe des Nordens mit Wellness, Kulinarik und dem klassischen Ostseebadgefühl im Südosten. Dazwischen liegen Strandspaziergänge, Wälder, Sauna, gutes Essen und vor allem eines: möglichst wenig, was man unbedingt machen muss.

1. Station: Nonnevitz – erst einmal runterkommen

Unsere Reise beginnt ganz im Norden Rügens auf der Halbinsel Wittow. Nonnevitz ist kein Ort für eine lange To-do-Liste. Und das ist durchaus als Kompliment gemeint. Hier geht es um den Strand, den Wald und dieses besondere Gefühl, wenn man morgens noch nicht genau weiß, was man mit dem Tag anfangen möchte – und das vollkommen in Ordnung ist.

Also beginnen wir mit einem langen Spaziergang. Direkt an Nonnevitz schließen sich Wald, Hochufer und Ostseeküste an. Besonders schön ist ein Weg durch den Märchenwald. Viele Bäume sind durch Wind und Wetter eigenartig gewachsen und bilden eine Landschaft, die tatsächlich ein wenig aus einer anderen Welt zu stammen scheint. Wer Lust auf eine längere Tour hat, kann von hier am Hochufer in Richtung Kap Arkona wandern. Etwa zwei Stunden dauert eine Strecke. Wer lieber langsam unterwegs ist, dreht früher um, setzt sich an den Strand oder macht einfach gar nichts – auch das gehört zu dieser Reise.

Sauna. Ostsee. Wieder von vorne.

Am Nachmittag wartet die Strandsauna von Nonnevitz. Luxuriösen Spa-Chichi sucht man hier vergeblich. Stattdessen gibt es eine kleine, unkomplizierte Sauna mit zwei Ruheliegen und Außendusche – und nur wenige Meter entfernt die Ostsee.

Saunazeiten können zwischen 12 und 20 Uhr reserviert werden. Und wer sich traut, macht aus der Ostsee kurzerhand das größte Tauchbecken Rügens. Danach braucht es nicht mehr viel. Ein langer Abend, etwas Gutes zu essen und vielleicht noch einmal kurz zum Strand, bevor es dunkel wird.

Ein kleiner Ausflug darf trotzdem sein

Am nächsten Tag lohnt sich ein Abstecher zum Kap Arkona und nach Vitt.

Die drei Leuchttürme am Kap gehören zu den Wahrzeichen Rügens. Besonders schön finden wir aber den Kontrast zum kleinen Fischerdorf Vitt gleich nebenan. Die reetgedeckten Häuser liegen versteckt an der Küste, darüber die kleine Kapelle und davor die Ostsee. Danach geht es zurück nach Nonnevitz. Noch einmal Strand. Noch einmal Sauna. Noch einmal nichts müssen. Und am nächsten Morgen ziehen wir weiter.

2. Station: Göhren – vom Natururlaub zum Ostseebad

Die Fahrt in den Südosten Rügens fühlt sich fast an wie der Beginn eines zweiten kleinen Urlaubs. In Göhren wird aus der stillen Auszeit eine Genussreise. Promenade statt Hochufer. Seebrücke statt Märchenwald. Restaurants und Cafés statt Picknick am Strand. Und vor allem: Wellness.

Jetzt darf der Tag ganz bewusst langsam werden. Ausschlafen, frühstücken, spazieren gehen und anschließend ins SPA. Pool, Sauna und Wärme sind nach den Tagen an der frischen Ostseeluft genau das Richtige.

Einen Tag lang einfach treiben lassen

Für den nächsten Tag empfehlen wir eine kleine Reise durch die Seebäder. Und zwar ohne Auto.

Der Rasende Roland verbindet einige der bekanntesten Orte im Südosten Rügens miteinander. Die historische Schmalspurbahn ist dabei weit mehr als nur ein Verkehrsmittel. Das Stampfen der Lok, der Dampf und die gemächliche Fahrt gehören zum Erlebnis.

Ein möglicher Tagesplan? Morgens in Göhren starten. In Baabe aussteigen. Weiter nach Sellin. Über die Seebrücke schlendern. Kaffee trinken. Vielleicht ein Stück Kuchen. Irgendwann wieder in den Zug steigen. Kein Zeitplan, den man abhaken muss. Nur ein schöner Tag.

Und am Abend: genießen

Zurück in Göhren gehört der letzte Abend der Reise dem Genuss.

Nach ein paar Tagen Natur, Meer und Bewegung darf es jetzt ein gutes Restaurant und ein schönes Glas Wein sein. Vielleicht ist genau das der Moment, in dem man merkt, warum diese beiden so unterschiedlichen Seiten Rügens so wunderbar zusammenpassen. Im Norden wird es still. Im Süden darf man sich verwöhnen lassen. Und dazwischen liegt gerade genug Reise, damit sich aus einem verlängerten Wochenende eine kleine Auszeit anfühlt.

Ideal für: Paare, Freundinnen und Freunde sowie alle, die für ein paar Tage raus möchten und Natur, Wellness und gutes Essen lieber miteinander verbinden, als sich zwischen ihnen entscheiden zu müssen.

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