Unsere aktive Rügen-Tour führt euch einmal quer durch die unterschiedlichen Landschaften der Insel: vom Wassersportrevier in Suhrendorf über den ursprünglichen Norden Rügens bis nach Göhren. Drei Stationen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und genau deshalb so gut zusammenpassen.
1. Station: Suhrendorf – ab aufs Wasser
Wir starten dort, wo man schon beim Ankommen merkt, dass der Wind hier eine etwas größere Rolle spielt als anderswo: in Suhrendorf auf der Insel Ummanz.
Der Bodden ist ein fantastisches Wassersportrevier und vor allem bei Kitern beliebt. Wer es schon immer einmal ausprobieren wollte, kann hier mit einem Crashkurs starten. Nach einer Einweisung geht es aufs Wasser – und ziemlich schnell wird klar, warum so viele Menschen diesem Sport verfallen. Wer es etwas ruhiger angehen möchte, schnappt sich stattdessen ein Kajak. Vom Wasser aus sieht Rügen plötzlich noch einmal ganz anders aus. Schilfgürtel, weite Wasserflächen und jede Menge Natur machen eine Tour über den Bodden zu einem wunderbaren Kontrast zum Kiten.
Und nach einem Tag draußen? Braucht es eigentlich nicht mehr viel. Etwas zu essen, ein kaltes Getränk und einen Platz mit Blick auf den Sonnenuntergang.
Unser Tipp: Plant in Suhrendorf zwei Nächte ein. So bleibt neben dem Wassersport genug Zeit, die besondere Ruhe von Ummanz zu genießen.
2. Station: Nonnevitz – Rügen wird wilder
Nach zwei Tagen am Bodden geht es Richtung Norden. Schon unterwegs verändert sich die Insel. Es wird ruhiger, ursprünglicher und irgendwann erreicht ihr die Halbinsel Wittow und unsere Ferienanlage in Nonnevitz. Hier tauschen wir Kite gegen Fahrrad.
Ein großartiges Ziel ist das Kap Arkona. Von Nonnevitz lässt sich die Gegend wunderbar auf zwei Rädern entdecken. Unterwegs liegen kleine Orte, weite Felder und immer wieder die Ostsee. Am Kap angekommen warten die berühmten Leuchttürme und fantastische Aussichten über die Küste. Für den Rückweg lohnt sich ein Abstecher nach Vitt. Das kleine Fischerdorf liegt versteckt in einer Schlucht direkt an der Ostsee und gehört für uns zu den Orten, die man auf Nordrügen unbedingt einmal gesehen haben sollte. Wer noch mehr Kilometer sammeln möchte, kann einen ganzen Tag für die Themenbänke-Tour über Wittow einplanen. Mit etwa sechs bis acht Stunden wird daraus eine richtige Tagestour.
Am nächsten Morgen wechseln wir vom Fahrrad auf die Wanderschuhe. Direkt bei Nonnevitz beginnt eine der schönsten Landschaften dieser Reise: der Märchenwald. Wind und Wetter haben die Bäume hier über Jahrzehnte in ungewöhnliche Formen gebracht. Von dort lässt sich am Hochufer entlang bis Richtung Kap Arkona wandern. Für eine Strecke solltet ihr ungefähr zwei Stunden einplanen.
Und dann kommt der vielleicht beste Abschluss eines aktiven Tages: die Strandsauna in Nonnevitz. Sie ist klein und bewusst unkompliziert – und genau das macht ihren Charme aus. Wer mutig ist, läuft nach dem Saunagang die wenigen Meter bis zur Ostsee und kühlt sich dort ab.
3. Station: Göhren – jetzt darf entspannt werden
Nach Wind, Wasser, Fahrradkilometern und Wanderwegen fühlt sich die letzte Station fast wie eine Belohnung an. Wir fahren in den Südosten Rügens nach Göhren. Hier verändert sich die Atmosphäre noch einmal komplett. Statt einsamer Küsten gibt es Seebadflair, Promenaden, Restaurants und Cafés. Vor allem aber ist jetzt Wellness angesagt.
Ein ausgiebiger Besuch im SPA bringt müde Beine wieder auf Kurs. Und wer trotzdem noch nicht stillsitzen kann, entdeckt anschließend Göhren und die anderen Seebäder auf Mönchgut. Für einen Tag darf das Fahrrad übrigens stehen bleiben. Mit dem Rasenden Roland lässt sich die Region wunderbar entschleunigt erkunden. Einfach einsteigen, zurücklehnen und Rügen vorbeiziehen lassen.
Abends gehört dann nur noch eines auf den Plan: gut essen gehen.
Drei Orte. Eine ziemlich aktive Woche.
Das Schöne an dieser Reise ist der Wechsel. Ihr bleibt nicht eine Woche an einem Ort und unternehmt von dort Tagesausflüge, sondern zieht weiter. Suhrendorf steht für Wind und Wasser. Nonnevitz für wilde Natur und Bewegung. Göhren für Regeneration und Genuss.
Nach fünf Tagen habt ihr schon erstaunlich viel von Rügen gesehen. Mit sechs oder sieben Tagen wird die Tour noch entspannter – und es bleibt genug Zeit für spontane Abstecher.
Ideal für: Paare und Freunde, die im Urlaub gerne draußen sind, neue Dinge ausprobieren und nach einem aktiven Tag genauso gerne Sauna, gutes Essen und ein kühles Getränk genießen.